Kalender 2021


Begleiten Sie uns durch das Jahr – mit unserem Kalender 2021.

Wenn alles anders ist, brauchen wir einen Rahmen, der uns Halt gibt. Das gilt für unser Privatleben genauso wie bei der Arbeit. 2020 war geprägt durch Corona und die daraus resultierenden Einschränkungen. Aber wie wird 2021? Auf der Suche nach der neuen Normalität bedienen wir gerne liebgewonnene Gewohnheiten und Rituale. Wir verschenken wieder unseren exakt-Kalender. Für das Jahr 2021 durchleuchten wir Abläufe – vielleicht finden Sie sich in ihren Verhaltensmustern wieder. Jeden Monat mit einem neuen Thema.

Übrigens: Auch für den Kalender 2021 haben wir wieder unsere ökologischen Maßstäbe angesetzt. Die einzelnen Seiten sind aus 100 % Recyclingpapier (ausgezeichnet mit dem Europäischen Umweltzeichen Euroblume). Die Herstellung des Papiers spart bis zu 70 % Wasser und 60 % Energie gegenüber Frischfaserpapier. Motive und Schrift wurden mit veganen Farben auf Pflanzenölbasis gedruckt. Die Umweltdruckerei.de verspricht: „Wir produzieren und versenden klimaneutral.“ Selbstverständlich beraten wir unsere Kunden in der Produktion bei allen Materialien und Verwendungen bei wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekten. Und unser Holzständer wurde von der Lebenshilfe Bruchsal gefertigt.

Falls Sie auch einen gedruckten Kalender haben möchten, schicken Sie uns bitte eine Mail. Wir senden Ihnen einen Kalender, solange der Vorrat reicht.

Tischkalender 2021 - Agentur exakt

Januar 2021: Aufstehen

Aufstehen? Bloß nicht mit dem linken Fuß zuerst! Warum? Weil wir abergläubisch sind. Wir sitzen gerne “zur Rechten” von jemandem, geben uns die rechte Hand und heben auch die Rechte zum Schwur. Wirkt sich dieser Widerwille auch politisch aus? Wer weiß, was unser Unterbewusstsein alles hervortreibt. Wie sind Sie denn nun heute morgen aufgestanden? Und wissen Sie, mit welchem Fuß zuerst? Die Art des Aufstehens hängt sicherlich davon ab, ob man einen freudigen oder eher lästigen Tag vor sich hat. Ob man Urlaub genießt oder aufschreckt, weil es viel zu spät ist. Haben Sie ausgeschlafen oder würden Sie sich gerne nochmal umdrehen?

Was brauchen Sie für einen guten Start? Eine Runde Joggen oder Yoga? Ein ausgiebiges Frühstück mit dem ersten Liter Kaffee? Zeitung lesen oder Frühstücksfernsehen? Lieber schweigen oder gleich drauflos plappern. Nichts schlimmer, als ein Partner, der genau das Gegenteil von einem selbst ist! Vielleicht wird zu keiner anderen Zeit am Tag deutlicher, wie sehr wir Rituale benötigen.

Natürlich ist das Wort Aufstehen auch eine Metapher. Das neue Jahr beginnt mit Vorsätzen. Also stehen wir auf – für alles, was wir ändern wollen. Zumindest in den ersten Januar-Tagen könnte es mit der Morgengymnastik noch klappen … Und dann das: Aufstehen als Symbol für Widerstand. Wir stehen auf für unsere Überzeugung, unsere Werte, unsere Ansichten. Als Kontinuum oder als neuer Vorsatz. Und? Für was stehen Sie auf?

Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

Februar 2021: Begrüßung

Bei vielem, was wir tun, stellen wir uns die Frage: Wie wird es nach Corona sein? Gehen wir wieder ganz natürlich in den Nicht-Pandemie-Status über? Das betrifft natürlich auch unsere Formen der Begrüßung. Küsschen links, Küsschen rechts. Herzliche Umarmung. Intensives Händeschütteln. Im Gegensatz dazu heute: Das flüchtige Berühren von Ellenbogen oder das akrobatische Antanzen von Füßen. Verneigen wie die Asiaten? Handflächen aneinander pressen wie die Inder? Was wird bleiben, was wird kommen, was wird verschwinden? Ich bin gespannt.

In meinem Kopf bleiben die Bilder von den fliegenden Aeorosolen. Überall schwirren Bakterien und Viren. Wären sie sichtbar, würden wir uns wohl ständig wegducken. So bleibt das Kopfkino. Eines weiß ich jetzt schon: Ich werde nie wieder ein Stück Torte essen, bei der die Kerzen ausgepustet wurden!

Vieles wird automatisch geschehen. Besonders wenn Zeit vergangen ist. Haben wir nicht früher automatisch die Hand geschüttelt, wenn uns ein Arm entgegen schnellte? Wir werden ja wohl nicht nach einem negativen Attest fragen (oh, ich befürchte genug Witzbolde), bevor wir uns ganz nahe treten. Aber es hat wohl einen Sinn, wenn sich andere Kulturen nicht die Hände schütteln. Was machen eigentlich die Eskimos (oder heißt es Inuits?) derzeit, die ja bekanntlich die Nasen aneinander reiben, wenn sie sich sehen?

In Bewerbungstrainings für Jugendliche habe ich oft das Händeschütteln geübt. Schätzen wir Westeuropäer doch eher den kräftigen Handschlag als Zeichen einer starken Persönlichkeit. Im Gegenzug wurde das laxe Händchen doch eher als “Weichei” abgestempelt. Übrigens: Bei Arabern ist der Händedruck eher weich, um Frieden zu signalisieren. Andere Kulturen, andere Sitten. Bestimmt gilt das jetzt auch so: Andere Zeiten, andere Sitten. Warten wir es ab. Ich freue mich, wenn wir uns wieder treffen. Sie brauchen mich dafür auch nicht in Ihre Arme zu reißen …

Seien Sie herzlich virtuell umarmt!
Ihre Ute Kretschmer-Risché

März 2021: Mahlzeiten

Okay, wir sind Gewohnheitstiere. Besonders beim Thema Essen. Was wir essen, wie wir essen, wann wir essen. Bestimmt auch: mit wem und wo wir essen. Als Gewohnheitstiere schütteln wir den Kopf über die Gewohnheiten anderer. Wir gehen wohl immer davon aus, dass die eigenen Gewohnheiten allgemeingültig sind und auch für alle anderen gelten. Drei Beispiele.

“Mahlzeit!” Der Gruß wohl in allen (?) deutschen Unternehmen zu allen möglichen, auch unpassenden Zeiten und Gelegenheiten. Ich habe in einem schwäbischen Betrieb gelernt, dass dies keineswegs nur die Alternative zu “Guten Appetit” ist, wenn man vor dem vollen Teller sitzt. Auf dem Weg zur Kantine, unabhängig von der Uhrzeit, aber auch auf allen Gängen zu allen Begegnungen. Weil man sich bereits “Guten Morgen” gewünscht hat? Besonders irritierend: Auch beim Betreten der Toilette. Wenn das Ritual zur nicht-durchdachten Gewohnheit wird. Nicht ironisch, einfach nur unüberlegt.

“Darf ich dir etwas zum Essen anbieten?” Oder direkter: “Magst was mitessen?” Für mich klar: Ich sage Ja oder Nein. Je nach Blick auf die Uhr, Essensangebot (oder auch beim Blick auf Küche und Hygiene) oder dem Erkennen des Tonfalls, ob es einfach nur eine leere Hülle der Höflichkeit ist. Ganz anders bei arabischen Gästen. Irgendwann habe ich gelernt: Man muss mehrmals bitten, bevor die Einladung angenommen wird. Ein typisch arabisches Ritual. Zu schnell zuzustimmen gilt als sehr unhöflich. Oder wie es der syrische Journalist Khalil Khalil ausdrückt: “Als ich in Deutschland ankam, ging ich davon aus, es sei hier auch gang und gäbe, dass man mehrfach etwas zum Trinken bzw. Essen angeboten bekäme, weil die ersten Versuche des Anbietens bei uns als Floskeln gelten; und man sollte das erste bzw. zweite Angebot aus Höflichkeit mit einem zurückhaltenden Lächeln nicht annehmen. Und das war der Grund, warum ich öfter hungrig bzw. durstig geblieben bin – na ja, selbst schuld.”

Meine Gewohnheit: immer der gleiche Essensplatz. Zuhause hat wohl jeder seinen festgelegten Stuhl. Das geht mir aber auch als Gast so. Sobald ich einmal jemanden besucht habe, steuere ich immer das gleiche Möbel am gleichen Standort an. Warum? Ich liebe doch wechselnde Standorte – zumindest im Denken. Warum nicht auch beim Sitzen und Essen? An der Stelle überwiegt anscheinend der Wohlfühlcharakter. Vielleicht auch das Unbewusste: An diesem mir bereits einmal zugewiesenen Platz bin ich gern gesehenes Teil im Fremden.

Was lernen wir? Nicht nur das Essen selbst, auch die Rituale dazu, sind in vielen Haushalten, Ländern, Kulturen, auch Religionen sehr unterschiedlich. Manches dagegen ist gleich. Gemütlichkeit ist immer mit viel Zeit und gutem Sitzen verbunden. Stehen und Gehen ist charakteristisch für Fastfood und fehlenden Stil. Deshalb: Gewohnheitstiere dürfen ihre Gewohnheiten gerne überdenken. Aus eigener Erfahrung: Das bereichert sehr, öffnet Blick (und Gaumen) und fördert Begegnungen und Freundschaften.

Mahlzeit! (Kurz vor 9!)
Ihre Ute Kretschmer-Risché

April 2021: Feiern

Was feiern wir denn? Hm. Die Feste, wie sie fallen? Und fallen tun sie ja, eben ausfallen. Also wieder ein Frühling mit Corona-Regeln und eingeschränkten Möglichkeiten. Schaffen wir es trotzdem, das Beste daraus zu machen? Ist das nicht überhaupt eine grundlegende Einstellung fürs Leben? Man könnte fast sagen: eine Einstellung fürs Überleben. Nach neuen Wegen suchen, das Beste daraus machen, positive Seiten sehen.

Ist das Glas halbvoll oder halbleer? In dieser Krise bei manchen komplett leer. Dann feiert höchstens noch der Galgenhumor. Was können wir also in düsteren Zeiten überhaupt feiern? Und vor allem WIE feiern? “Das habe ich mir anders vorgestellt!”, sagt eine Freundin mit rundem Geburtstag. “Ich wollte mit einem schönen Fest in den Ruhestand starten”, sagt ein befreundeter Neu-Pensionär. Und das Nachbarsmädchen, das nach dem Abitur ein Jahr ans andere Ende der Welt wollte, schiebt nur noch Frust. Ach ja. Nicht schön.

Aber trotzdem. Nicht-Feiern ist doch keine Alternative. Dann eben alleine, mit Partner oder einem einzigen Besucher… Das sind Zeiten für Kreativität und die Besinnung auf die eigenen Stärken. Köpfen wir virtuell eine gute Flasche, stoßen wir digital an, telefonieren wir uns die Ohren heiß. Oder genießen wir ganz alleine im Kerzenschein ein Schaumbad. Möglichkeiten zu Feiern gibt es viele. Ideen brauchen wir. Den Mut, nicht wie immer zu handeln. Und die Freude an den kleinen Dingen in den eigenen vier Wänden oder im weiten Wald. Auch die Feier mit Aussicht auf Besserung und auf alte neue Arten des Miteinander feierns.

Geben Sie Bescheid, wenn Sie was zu feiern haben, ich bin gerne Ihr virtueller Gast! Hoch die Tassen! Das Leben muss begossen werden.

Ihre feierfreudige und Corona-konforme
Ute Kretschmer-Risché

Freuen Sie sich auf die nächsten Monate.