Kalender 2018


Begleiten Sie uns durch das Jahr – mit unserem Kalender 2018.

Welche Vorsätze haben Sie für 2018? Die Klassiker: mehr Sport treiben, Abnehmen, weniger TV schauen…? Oder sagen Sie aus Erfahrung: Ich nehme mir lieber nichts vor – das spart Enttäuschungen!

Unser Kalender 2018 beschäftigt sich mit 12 Vorsätzen. Für jeden Monat ein Hinweis, eine Aufforderung oder eine Durchhalteparole. Wie Sie es möchten – oder brauchen. Aber bitte mit einem Augenzwinkern. Wir sprechen Ihren inneren Schweinehund an. Mal streicheln wir ihn, mal bellen wir mit ihm, mal geben wir ihm Befehle: Raus aus meinem Leben! Sie bestimmen die Gangart  und das Tempo.

Falls Sie auch einen gedruckten Kalender haben möchten, schicken Sie uns bitte eine Mail. Wir senden Ihnen einen Kalender, solange der Vorrat reicht.

Januar 2018: Sport treiben!

januar-kalender-2018

Ich bin ein bisschen außer Atem. Ich musste erst um den Block joggen. Ok, das war gelogen und damit breche ich direkt nach Silvester gleich zwei Vorsätze: Ich renne nicht durch die Gegend. Und ich habe nicht die Wahrheit gesagt. Sehen Sie es mir nach? Vielleicht ist das Ihr Vorsatz für dieses Jahr? Mehr Nachsicht, mehr Verständnis mehr Toleranz? Wir Menschen sind voller Vorsätze – was uns vom Tier unterscheidet. Ich glaube jedenfalls nicht, dass sich mein Hund vorgenommen hat, abzunehmen! Obwohl er es bitter nötig hätte. Also muss mein Vorsatz lauten: Ich setze ihn auf Diät. Und das ist natürlich viel einfacher: Für andere die Vorsätze und damit die Maßstäbe zu definieren!

Doch bleiben wir bei Ihnen und bei mir! Hand aufs Herz: Welche Vorsätze haben Sie für 2018? Und welchen Vorsatz vielleicht schon am ersten Tag gebrochen? Sport ist in der Tat Hauptvorsatz in der westlichen Welt. Ein Versprechen mit sich selbst. Besonders gerne für sich formuliert während oder nach einem schweren Essen. Da schwindet das schlechte Gewissen doch sofort – wenn man die Mühe erst viel später umsetzen muss! Ein weites Feld für Psychologen! Die Universität Bristol veröffentlicht deprimierende Zahlen: 88 % aller Vorsätze scheitern!

Oh Mist, ich habe noch einen Vorsatz gebrochen: Ich möchte Sie doch motivieren und nicht demotivieren! Also, lassen Sie uns gemeinsam Sport treiben! Wie? Kommen Sie vorbei. Ich erzähle Ihnen von meiner Kolumne “Fitness für Faule”. Und mache es Ihnen gleich vor. Die Übung, die Sie staunen lässt!

Was meinen Sie? Klappt Ihr Vorsatz, Sport zu treiben? Bitte schreiben Sie mir.

ute.rische@agentur-exakt.de

Februar 2018: Abnehmen und bewusster Essen!

Moment, ich muss erst zu Ende kauen! Was? Mein Stück Kuchen! Ok, mein Vorsatz, abzunehmen und bewusster zu essen, ist erstmal nur ein Vorsatz. 1. Februar: Ich denke noch über meine Absichten nach! Nächsten Montag beginne ich. Ach nein, noch besser: nach Fasching! Also ganz traditionell ab Aschermittwoch. Und bis dahin … genieße ich … Berliner, Mutzen, Scherben und wie all die Dickmacher aus dieser Jahreszeit so verheißungsvoll heißen und wunderbar schmecken!

Fragen Sie mich bloß nicht, wie der Januar gelaufen ist. Nun gut, das Worten “laufen” ist vielleicht etwas irreführend. … wie der Januar gestanden oder treffender gesagt: gesessen ist! Man muss ja nicht alles öffentlich ausbreiten!! Themenwechsel: zurück in die Zukunft. Zu meinem Vorsatz … bald, demnächst, ganz sicherlich in naher Zukunft. Womit ich bereist in der Vorsätze-Falle bin. Der Aufschieberitis! Es gibt immer einen guten Grunde, bis morgen zu warten.

Doch dann, wenn es endlich so weit ist, ja dann wird gnadenlos ernst gemacht! Ich rieche sie schon: die Kohlsuppe. Sehe Berge voller ausgemisteter Chipstüten und Kekspackungen in der Tonne verschwinden. Wehmütig, aber mit Todesverachtung. “Wer braucht so einen Mist?!” werde ich neben dem Abfall schreien und die Neugierde der Nachbarn auf mich ziehen. “Ja, schaut her, ihr Schwachen. Nehmt euch mich als Vorbild. Ich entsage! Ich verzehre mich! Ich leide!” Kein Gramm Fett mehr zuviel, kein Körnchen Zucker geht mir mehr über meine Lippen, geschweige denn auf meine Hüften! Kein Weißbrot mehr! Keine Currywurst mit Pommes Schranke! (verdammt, habe ich mir das gut überlegt?????). Keine Praline kitzelt den Gaumen. Ha! Innerlich grinse ich. Diesen Vorsatz kann ich halten: bin kein Fan von Schokolade. Wobei, diese kleinen Leckereien mit Alkohol drin…

Ich schaue in meinen Kalender. Ich könnte so stark sein, aber ich muss auch höflich bleiben! Mehrere Einladungen in diesem Monat. Soll ich etwa das Angebotene ablehnen?? Aber nein, ich bin ein vorzüglicher Gast! Mit mir kann man Staat machen am Buffet. Ich greife beherzt zu. Diese Schlacht können Sie mir mir an Ihrer Seite immer gewinnen! Den Kampf um das Salatblatt, die dünne Brühe oder das Tofu-Schnitzel verliere ich dagegen. Versprochen? Versprochen! Ich will ja kein Griesgram werden (Wie? Ich sehe das falsch?). Aber demnächst wird alles besser. Egal wie. Halt! Hören Sie ihn? Udo! Die Stimme aus dem Jenseits: “Aber bitte mit Sahne!”

Und wie geht es Ihnen? Schreiben Sie mir doch bitte … Ich bin auch verschwiegen!

ute.rische@agentur-exakt.de

März 2018: Reduzierter leben!

März-kalender-2018

Eigentlich dürfte ich Ihnen gar nicht hier schreiben. Reduzierter leben kann durchaus den Verzicht auf Internet und Soziale Medien bedeuten. Auch Online-Fasten genannt. Back to the roots. Zurück zum Leben unserer Vorfahren. Reduziert auf das Lebenswichtige. Ok, für manchen gehört der Griff zum Handy oder der minütliche Blick in Facebook dazu. Vorsicht Suchtpotenzial! Da bereitet die Abstinenz Kribbeln von Kopf bis zu den Händen.

Aber genau das ist es ja: Sich seiner Süchte, Abhängigkeiten und Tics bewusst werden. Die Freiheit, die ich meine, wird zur Unfreiheit, die mich einschränkt. Mein Tipp: Cremen Sie sich Ihre Hände ein. Tut gut bei diesem Wetter –  und Sie rühren keine Tastatur und keinen Bildschirm an. Der Fettfilm auf Ihren Geräten ist abschreckend. Das ist wie die Sucht nach Süßem: Putzen Sie Ihre Zähne nach jedem Bissen. Und Ihnen vergeht die Lust. Ansonsten gilt: Ein Bravo auf alle Charakterstarken, die keine Kniffe brauchen. Aber höchstwahrscheinlich sind Sie dann auch kein Digital-Junkie. Ich dagegen muss Tuben voller Handcreme verschmieren …

Und wie geht es Ihnen? Bitte schreiben Sie mir.

ute.rische@agentur-exakt.de

April 2018: Altkontakte aufleben lassen!

april-kalender-2018

„Weißt du noch …“ Oder auch „Warst du es nicht, die …“ Als soziales Wesen brauchen wir Erinnerungen. Das mentale Fotobuch unseres Lebens. Besonders schön, wenn wir mit anderen darin blättern. Das schreit geradezu nach Altkontakten. Her mit der Sandkastenliebe und der Frage: „Klaust du deinen Kollegen heute, 40 Jahre später, immer noch so gerne das Leberwurstbrot? Nein? Ich bin jetzt jedenfalls Veganerin. Wahrscheinlich bist du der Auslöser!“

Die Suche nach Altkontakten kann den Seelenfrieden herstellen. „Was ich dir schon immer mal sagen wollte …“ Oder genau das Gegenteil bewirken: „Lass gut sein. Du warst schon immer ein humorloser Ignorant!“

Ach ja, die Altkontakte. Die Reise in die Vergangenheit ist Individualtourismus. Ready to go? Zumindest fertig für diesen Vorsatz: Mal schauen, ob XY noch unter der alten  Telefonnummer erreichbar ist! Falls nicht: Beginnen Sie die Suche. Das ist wie der Besuch im Reisebüro. Den ersten Schritt sollten Sie gehen. Ob es im Zielland Sonne gibt oder stürmt, wird sich zeigen. Nehmen Sie einen Schirm mit. Oder ein Leberwurstbrot. Oder irgendwas aus Ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Der erste Lacher dürfte auf Ihrer Seite sein! Viel Spaß beim Umsetzen dieses Vorsatzes!

Mai 2018: Aufräumen und entrümpeln!

mai-kalender-2018

Frühjahrsputz! Das schreit nach Frühjahrsputz! Und dem Spruch: Alles neu macht der Mai. Also, auf geht’s! Doch halt, lassen Sie uns erstmal klären, was wir putzen, aufräumen bzw. entrümpeln wollen. Den Kleiderschrank? Den Dachboden? Den Keller? Den Computer? Oder den inneren Schweinehund? Alles ist möglich, was wir längere Zeit vernachlässigt haben.

Weniger ist mehr. Also trennen wir uns von Dingen, die wir nicht gebrauchen bzw. benötigen. Ok, dann würde auch jede Menge Krimskrams verschwinden. Das erinnert mich an die Wohnung eines Junggesellen, der die Deko-Bandbreite eines ganzen Jahren abbildete: der Osterhase neben dem Weihnachtsmann. Doch das war kein Gag, sondern pure Bequemlichkeit: “Die Jahreszeiten gehen so schnell vorbei.” Warum also auf- und umräumen? Weil es Sinn macht! Und weil jede Phase ihre solitäre Bedeutung hat.

Ich könnte wetten, dass Sie das auch kennen: Die befreiende Wirkung von einem aufgeräumten Schreibtisch, einem Schrank oder sogar von einem Auto. Wenn im Keller die Werkzeuge aufgereiht sind oder die Wintersportgeräte ihren festen Platz haben. Dann jubelt unsere Seele. Doch selbst wenn wir das wissen – manchmal schieben wir diesen Prozess endlos. Bis hin zur Prokrastination – wenn Aufschieberitis zur Krankheit wird. Und 1000 Ausreden fällig werden. Alles nur nicht …

“Das hat noch Zeit.” Oder: “Ich muss erst …” Getopt von “Wenn ich das erst geplant habe, geht es ganz schnell!” In Ausreden sind wir große Klasse. Vergessen Sie es! Oder eben nicht: Vorsätze sollten Sie nicht auf die lange Bank schieben. Übrigens: Das Schreiben dieses Textes habe ich ganz lange vor mir hergeschoben… Ich bekenne mich schuldig. Willkommen im Club!

Juni 2018: Komplimente machen!

juni-kalender-2018

“Küss die Hand, gnä Frau!” In diesen Satz legt der Wiener alles rein, was in den Ohren einer Frau wie Liebkosung klingt: Schön, Sie zu sehen. Schön, wie Sie aussehen. Schön, Sie zu kennen … Das Leben kann so wunderbar sein – wenn man sich darauf einlässt. Ein bisschen Schmus, ein bisschen Schmeichelei. Und bitte nicht alles hinterfragen und als unwahr abtun. Ich denke dabei an Martina, an Ellie, an Sabine oder auch an Dagmar: Alles Frauen, die sich mit einem Kompliment schwer tun. “Nein, nein, schau mich nicht an. Gerade heute sind die Haare nichts!” Dabei hatte Margot nur gesagt: “Hallo, schöne Frau!” Das mag eine Floskel sein, aber eben auch die Leichtigkeit des Lebens.

Komplimente sind das Salz in diesem Leben. Oder besser: das Zucker des Lebens. Seien wir also süß zueinander. Vielleicht ist das die letzte Bastion der Geschlechtertrennung. Wobei: “Hallo, schöner Mann!”, das funktioniert doch auch, oder?! Muss nur in die Mode kommen. Wie bauen Sie Ihre Komplimente auf? Haben Sie welche auf Lager? Individuell oder stereotyp? Ich weiß, wie gut eine verbale Liebkosung tun kann. Deshalb spreche ich sie auch oft aus. Durchaus auch gegenüber Fremden: “Das ist aber ein schönes Kleid, das steht Ihnen gut.” Ha! Meistens bekomme ich als Antwort ein strahlendes Lächeln. Manchmal auch einen argwöhnischen Blick: “Ist das ein Trick? Was will die denn von mir?”

Traurig, eine Welt, in der wir nur Misstrauen ernten und auf Abstand gehen. Nee, nee, nehmen Sie sich doch heute vor, Komplimente zu verteilen. Für Ihren Partner, ihre Chefin, Ihren Nachbarn, die Frau an der Kasse, den Unbekannten beim Gassi gehen… Und nicht entmutigen lassen, wenn sie verstörte Blicke ernten. Sie sind beim Komplimente machen viel weiter als derjenige, der sich schwer tut, Komplimente anzunehmen. Das muss sich entwickeln. Seien Sie Vorreiter. Ein Botschafter für Komplimente! Liken Sie die Realität. Sie schaffen das. Ich sehe Sie vor mir, wie Sie mutig, charmant und strahlend sind. Das ist mein Kompliment heute für Sie! Und für morgen und für übermorgen. Falls Sie mehr schöne Worte brauchen: bitte melden! Ich verteile gerne Komplimente …

Juli 2018: Nicht lügen!

juli-kalender-2018

Jetzt wird es schwer: nicht lügen. Schaffen wir das? Bis zu 200 Mal am Tag, wurde vor einiger Zeit spekuliert, lüge jeder Mensch. Oder sagen wir besser: Spricht ein Mensch am Tag nicht die Wahrheit. Denn das ist ein Unterschied: Lüge ist nicht gleich Lüge. Und nicht die Wahrheit sagen, ist nicht unbedingt eine Lüge. Psychologie-Professor Dr. Helmut Lukesch, Regenburg, spricht nach neuestem Stand von durchschnittlich 2 Lügen pro Tag. Dazu zählen Notlügen oder “dehnbare Wahrheit” aus Höflichkeit. Anstand ist manchmal das Gegenteil von Ehrlichkeit: “Danke, das schmeckt gut!” Oder: “Schön dich zu sehen.”

“Wie geht es Ihnen?”Auf diese Smalltalk-Frage antworten die meisten mit “Danke, gut!” Damit hätten Sie schon 50 % Ihres Lügen-Kontingentes für heute aufgebraucht – falls es nicht stimmt. Und bei wem stimmt das schon? Aber wollen wir unser Seelen-Heil oder das körperliche Missbefinden auf der Straße oder an der Wursttheke darlegen? Also verkürzen wir die Antwort und gehen nicht in die Tiefe. Aber wehe es fragt einer nicht. Dann wird das gleich als Desinteresse gewertet.

Kennen Sie die Hitliste der häufigsten Lügen? Überprüfen Sie doch mal, was zu Ihrem Repertoire gehört: “Wir müssen uns mal wieder sehen”, “Du siehst gut aus. Keinen Tag älter als beim letzte Mal”, “Tut mir leid. Ich hatte keinen Empfang”, “Ich konnte leider nicht früher kommen, ich stand im Stau” usw.

Das sind die Standardsprüche. Wirklich kreative, na ja, nennen wir sie, Ausreden, brauchen schon mehr Gehirnleistung. Wichtige Regeln: Nicht zu kompliziert. Eingehen auf die Psyche des Gegenüber. Merken, was man gelogen hat. Sonst könnte man auffliegen. Apropos: Die Washington Post hat einen Factchecker-Blog, der gerade bei Donald Trump viel auflistet. Der verantwortliche Journalist Glenn Kessler entlarvt beim amerikanischen Präsidenten im Schnitt 77 Falschaussagen am Tag. Wobei Kessler Trump gar nicht für einen notorischen Lügner hält: “Ich denke, dass Trump sehr oft tatsächlich glaubt, was er sagt.” (Zitat in der Süddeutschen Zeitung am 2. Juli 2018).

Glauben, was man sagt. Das kann vor allem hilfreich sein, wenn man sich selbst Mut zuspricht: “Das weiß ich alles. Die Prüfung wird gut!” Selbst wenn man womöglich nicht viel gelernt hat. Auch sehr aufbauend, sich vor dem Spiegel gut zuzusprechen: “Wow, ich sehe fantastisch aus.” Über die zu enge Hose oder den Bad-Hair-Day sehen wir großzügig hinweg. In der Hoffnung, dass uns keine Pinocchio-Nase wächst. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Tag. Wirklich!!! Ungelogen, denn wir von der Werbung können vieles, nur nicht lügen. Ok, wer’s glaubt, wird seelig.

Freuen Sie sich auf die nächsten Monate.